Die Geschichte

Vom Schiffereihafen zum Medienstandort

Die Stadt Düsseldorf trägt zwar bereits seit dem 15. Jahrhundert einen Anker im Wappen, doch bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts trieben kaum günstige Winde Schiffe in den Düsseldorfer Hafen. Diese Standortgunst wurde erst spät genutzt. Verschiedene Planungen für einen Düsseldorfer Rheinhafen wurden vorgenommen und ein Ergebnis dieser ersten Planungen war der Bau des Hafenlagerhauses (spätere Pfandleihanstalt) 1866.

Um 1905

Circa 1905 – Aufnahme aus einem Luftschiff nach Nordwesten über die Hafenbecken, Handelshafen und Holzhafen.

Um 1930

Circa 1930 – Luftbild. Blick auf die Weizenmühlen Plange. Darüber der Rheinbogen. Rechts die Einfahrt zum Handelshafen.

Um 1970

Circa 1970 -Blick vom Mannesmann- Hochhaus auf den Hafen. Im Vordergrund die 1969 freigegebene Rheinkniebrücke. Darunter der Berger Hafen. Darüber der Zollhafen und das Handelsbecken. Unten am Bildrand links das Haus des Ministerpräsidenten.

1880 beauftragte man den Berliner Baumeister Plock mit einer Hafenplanung. Am 6. Dezember 1890 fand der erste Spatenstich statt. Auf einer Fläche von 80 Hektar wurde der Rheinhafen Düsseldorf im Jahr 1896 eröffnet.

Im Jahre 1901/1902 wurde dann nach langer Planung das “Königliche Haupt-Steueramt” der Stadt Düesseldorf gebaut. Dieses diente anfangs primär der Verzollung des Handels der Rheinschifffahrt und war aufgrund seiner direkten Lage am Rhein dafür bestens positioniert.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde der Hafen und das “Königliche Haupt-Steueramt” schwer beschädigt. Das “Königliche Haupt-Steueramt” wurde wieder aufgebaut, dieses erfolgte aber leider z.T. unter Verzicht auf die ursprüngliche Architektur.

Bis in die 60er Jahre wurde der Hafen wieder ausgebaut. Mitte der 60er Jahre erreichte der Hafen dann seine größte Ausdehnung mit 8 Hafenbecken und zusammen 55 Hektar Wasserfläche. Nicht nur der Hafen, auch die Stadt überschritt immer wieder ihre alten Grenzen. Lag der Hafen einst an der südlichen Grenze des Stadtgebietes, so gehört er heute zum direkten Innenstadtbereich.
Nur 500 m Luftlinie sind es bis zur Altstadt, 1.200 m bis zur Königsallee.Der Hafen im Wandel (ab 70er Jahre)
Der Wandel vom Produktions- zum Dienstleistungszentrum, die zunehmende Abwanderung von Gütertransporten auf die Straße sowie veränderte Strukturen im Transport- und Lagerbereich haben die wirtschaftliche Bedeutung des Hafens für die Stadt im Laufe der letzten Jahrzehnte stark verändert. Die Stadt brauchte aber andererseits auch neue innerstädtische Flächen, um ihren Aufgaben als Landeshauptstadt und internationale Wirtschaftsmetropole gerecht zu werden. 1973 wurde das Hafengutachten der “Planungsgruppe Ritter” der Stadt übergeben. Sie empfahl eine Konzentration und Reorganisation des Hafens sowie eine auf die Citynähe und die besonders günstige Rheinlage ausgerichtete neue städtebauliche Nutzung.

1974 beschloss der Rat der Stadt dann eine Schrumpfung des Hafens um 33 Hektar. Darauf aufbauend, entwickelten das Stadtplanungsamt und die Stadtwerke AG ein Konzept für die Zukunft des Düsseldorfer Hafens.

Es wurden in der ersten Entwicklungsphase der Rheinturm und der Landtag gegenüber des “Königlichen Haupt-Steueramtes”, das mittlerweile als Hauptzollamt Duesseldorfs genutzt wurde, gebaut.

1988 wurde das “Königliche Haupt-Steueramt” dann aufgrund seiner Bedeutung fuer Düsseldorfs Architektur-, Wirtschafts- und Stadtgeschichte unter Denkmalschutz gestellt.

2010 wurde das “Königliche Haupt-Steueramt” dann nach laengerem Leerstand vom jetzigen Eigentuemer erworben und mit viel Einsatz unter Berücksichtigung seiner Historie und dem Denkmalschutz liebevoll restauriert.

Historische Dokumente

ursprünglicher Architektenplan

ursprünglicher Architektenplan

Anwendung

Anwendung

Baugenehmigung Königliche Regierung

Baugenehmigung Königliche Regierung

Auftragnehmer Rechnung

Auftragnehmer Rechnung

Lizenz Königliche Regierung

Lizenz Königliche Regierung

Zahlung an Königliche Regierung

Zahlung an Königliche Regierung